Tierwelt der Gössendorfer Murauen – dokumentierte Forschungsnachweise
Anton Koschuh untersuchte 2003 bis 2005 den Pflaumen-Zipfelfalter (Satyrium pruni) in den Gössendorfer Murauen. Die 2005 veröffentlichte Arbeit dokumentiert Eier, Raupen, Puppen und Falter; die Raupen entwickelten sich an Traubenkirschen (Prunus padus). Die Studie beschreibt die Art als charakteristisch für strukturreiche, naturnahe Feuchtwälder. Die damaligen Nachweise sind ein historischer Forschungsstand und keine Aussage über die heutige Populationsgröße.
Der BirdLife-Bericht über das Beobachtungsjahr 2015 nennt am Murstausee Gössendorf eine weibliche Spießente am 14. März und während des Frühjahrszugs vom 7. März bis 4. April Knäkenten mit Höchstwerten von acht Männchen und fünf Weibchen. Diese Einzelbeobachtungen sind keine Brutnachweise.
Der Naturschutzbund berichtete 2019 außerdem über ein prämiertes Foto einer Äskulapnatter, das Rainer Brinskelle in Gössendorf nahe der Mur aufgenommen hatte. Der Beitrag gehörte zum Citizen-Science-Projekt „Reptilien kennen, melden & schützen“ (2017–2019). Eine genaue Fundstelle oder ein aktueller Bestand wird daraus nicht abgeleitet.
Weitere Informationen
- BirdLife Österreich: Vogelkundliche Beobachtungen in Steiermark im Jahr 2015, veröffentlicht 2016
- Naturschutzbund Österreich: Reptilien in der Steiermark, 04.10.2019